Renate Engelmann Projektleiterin

Unterer Engen 10c

09627 Bobritzsch

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E-Mail: engelmann@initiative-georgien.de

 

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Stichwort: GEORGIEN

 

Liebe Spenderinnen und Spender unserer Georgienarbeit, liebe Freunde und Alle, die an unserer Tätigkeit interessiert sind!

 

aktuelle Vorhaben für das Jahr 2014

 

Seit Jahren versuchen wir die Arbeit in Georgien immer mehr in georgische Hände zu legen. Dies gelingt immer besser. Frau Leila Berikashvili ist für die Arbeit mit den Müttern eigenständig verantwortlich, unsere Dolmetscherin ist sehr gut im Organisieren und hat besten Kontakt zu den Familien und unsere Köchin plant und kocht für alle. Auch haben wir Kontakt zur Ergotherapieschule in Tbilisi und zu einer Elternvereinigung aufgenommen, die beide an einer Zusammenarbeit interessiert sind. Und was ganz wichtig ist, die finanzielle Unterstützung durch die Stadt Lagodechi in Form der Übernahme der Verpflegungskosten für die Mütter-Kinderwoche wurde weiter zugesichert. Ich denke, der Einsatz dieser Behörde ist in Georgien einmalig und hoch dankenswert. Damit die Mütter-Kinderwoche mit ihrer positiven Ausstrahlung weiter stattfinden kann, ist die Finanzierungen der Unterkunft aller Beteiligten, der Mitarbeiter und der Unternehmungen notwendig. Erstmals werden im Jahr 2014 die Wochen vollkommen selbständig von den georgischen Mitarbeitern durchgeführt. Damit dies gut gelingt, brauchen sie auch unsere Fürbitte und finanzielle Unterstützung.

 

In der Versorgung mit angepassten orthopädischen Hilfsmitteln für Kinder und Jugendliche gibt es weiterhin große Defizite in Georgien, sodass wir noch über einen langen Zeitraum in diesem Land tätig sein werden. Die einzige Werkstatt in Tbilisi, die für Erwachsene solche Hilfsmittel verkauft, ist weder in der Lage den gesamten Bedarf des Landes zu decken, noch fachgerechte und angepasste Rollstühle für Kinder zu fertigen. Deshalb werden unser Reha-Techniker und ich im Frühjahr 2014 zum Vermessen der Kinder nach Georgien fliegen. Wir hoffen, dass wir dann im Herbst 2014 die Hilfsmittel transportieren können. Außerdem suchen wir ganz dringend in Georgien eine interessierte und fähige Person zur Wartung der bereitgestellten Rollstühle!

 

 

Hilfebedarf in Georgien

Im Gegensatz zu Deutschland erkannte man in Georgien lange Zeit nicht die Möglichkeit der Förderung von Kindern mit Behinderung. Ein langsames Umdenken beginnt seit ca. 10 Jahren. Die Initiative unterstützt dies mit dem Gedanken, Hilfe zur Selbsthilfe zu schaffen mit mehreren Aktionen, ein davon ist die Mütter-Kinder Woche, die wir seit 8 Jahren durchführen. Der Aufbau dieser Projektarbeit, sowie die bereits vorher begonnene Eltern-und Seminararbeit, ist allein Frau Gudrun Walters Initiative und Ideenreichtum zu verdanken. Im Juni 2013 hat Frau Gudrun Walter, die seit 1994 in der Initiative „Menschen in Not“ für Georgien mit großem Engagement tätig war, aus gesundheitlichen Gründen die Leitungsarbeit abgegeben. Wir danken Frau Gudrun Walter für Ihren unermüdlichen Einsatz für die georgischen Menschen und hoffen weiterhin auf eine gute gewinnbringende Zusammenarbeit. Das Projekt wird von Frau Renate Engelmann, die bereits in den letzten Jahren aktiv mitarbeitete, weitergeführt.

 

Vorstellung Frau Renate Engelmann

Nun möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich selbst vorzustellen: Ich heiße Renate Engelmann, bin 70 Jahre alt und seit 10 Jahren in der Initiative tätig. Ich hatte vorher in einer großen Einrichtung der Diakonie mit behinderten Kindern gearbeitet, als Fachphysiotherapeutin später Hausbesuche gemacht und Ende der 80-ziger Jahre eine Tagesstätte für schwerstmehrfachbehinderte Kinder und Jugendliche in Dresden mit aufgebaut. Seit der Gründung der Förderschulen für Geistigbehinderte in Sachsen, arbeitete ich als Fachlehrerin und später als Schulleiterin. Seit nunmehr 10 Jahren fahre ich zu den Seminaren und zum Anpassen der Hilfsmittel zusammen mit Frau Walter und dem Reha-Techniker Herrn Stirl mit nach Georgien. Ich freue mich, dass ich mein Wissen und meine Erfahrungen bei der physiotherapeutischen Förderung behinderter Kinder weitergeben kann. Auch bin ich Frau Walter unendlich dankbar, dass ich durch sie so viel über die Besonderheiten, die Kultur und die Mentalität der Menschen in dem Land kennengelernt habe. Ihre georgischen Freunde sind auch meine Freunde geworden. Ich möchte die Arbeit in ihrem Sinne weiterführen, auch wenn sich einige Änderungen ergeben werden.

 

Bericht der Mütter/ Kinderwochen vom 13.09.-18.09.2013 und vom 24.09.-29.09.2013

Im Jahr 2013 kamen zweimal im September für eine Woche georgische Mütter und ihre schwer mehrfachbehinderten Kinder in Kwareli im Martin-Luther Haus der Lutherischen Kirche von Tblisi zusammen. Das Haus bietet zwanzig einfache, aber zweckmäßige Plätze und ist in Kwareli im Osten Georgiens am Rande des Kaukasus gelegen.

 

In den Tagen vor den Seminarwochen besuchte ich mit unserer georgischen Dolmetscherin uns bekannte Familien mit behinderten Kindern im Landkreis Lagodechi zu Hause, um sie persönlich einzuladen und zugleich die bereits angepassten Hilfsmittel zu kontrollieren und kleine Reparaturen durchzuführen. Der Besuch bei den sozial schwachen Familien ist notwendig, da ein Informationsaustausch in Georgien nur mündlich oder mittels Handy möglich ist.

 

Der Tagesablauf in solch einer Mütter-Kinder-Woche gestaltete sich wie folgt: Begonnen wurde mit einem gemeinsamen Frühstück, an dass sich der Morgenkreis anschloss. Er wurde von der georgischen Mitarbeiterin und den Müttern gestaltet. Dabei kamen Orffsche Instrumente zum Einsatz. Jeder, auch die nicht sprechenden schwer mehrfachbehinderten Kinder, hatte die Gelegenheit sich mitzuteilen und für ein schönes Erlebnis des vergangenen Tages zu danken. Außerdem wurden die Aktivitäten des Tages gemeinsam geplant. Danach trafen sich die Mütter zum kreativen Gestalten, bei dem auch häufig die Kinder mit involviert wurden. Unter Anleitung unserer georgischen Mitarbeiterin entstanden schöne Dinge Dabei wurde die Zeit zu offenen Gesprächen genutzt. Am Ende der Woche führten die Mütter ein fröhliches Spiel zu einem georgischen Märchen zur Freude aller auf.

 

Mit den Kindern arbeitete ich täglich physiotherapeutisch in der Einzelförderung und leiteten außerdem die Mütter an. Die Erklärung der einzelnen Therapierschritte und deren Bedeutung für die Entwicklung des Kindes, sowie das Handling durch die Mutter ist mir sehr wichtig und sind bei der Weiterführung im häuslichen Umfeld von Bedeutung. Ergotherapeutische Anregungen kamen dabei zur Anwendung. Im Haus in Kwareli wurden die von uns mitgebrachten Materialien gerne und ausgiebig benutzt. Besonders beliebt waren das Schwungtuch und die unterschiedlichen Bälle. Außerdem beschäftigen wir uns mit lernpädagogischen Spielen, wie zum Beispiel Memory, Zahlenlotto, lernten die Uhr kennen, machten einfache Rechenspiele und vieles andere. Auch Hörübungen und Lautbildung kamen zum Einsatz. Förderpädagogischer Maßnahmen im Interesse des Kindes umzusetzen, das heißt das Prinzip der kleinsten Schritte zu beachten, dafür muss Verständnis in der Familie und deren Umfeld gewonnen werden! Wir haben die Gelegenheit genutzt, mit der Gruppe und allen Rollstuhlfahren in der Öffentlichkeit uns zu bewegen. Wir machten Spaziergänge, gingen in den Supermarkt und besuchten ein Kloster. Dort nahmen wir an einer Messe der georgisch-orthodoxen Kirche teil. Zu den Schwestern des Klosters hat sich in den Jahren eine freundschaftliche Beziehung entwickelt und sie erwarteten schon unseren Besuch.

 

Ein Ausflug mit Picknick ist mit den Jahren Bestandteil der Mütter-Kinder-Wochen geworden. In einem alten VW-Kleinbus, der als Taxi fungiert, wurde alles eingeladen was wir benötigen. Dieses Jahr besuchten wir einen Erholungspark. Auf den See durften wir Tretboot fahren, obwohl die Saison schon zu Ende war. Einige Mutige nutzen die Gelegenheit und planschten im kühlen Nass. Für die behinderten Kinder waren die Vogelnest- und die Hängemattenschaukel, für die Mütter die Trimm-dich-Geräte ein Erlebnis. Als Highlight wurde auch das Spiel vom Regenbogenfisch mit allen Kindern am See empfunden.

 

 

Renate Engelmann

 

 

Link zum Bericht auf der Homepage der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens aus dem Jahr 2008 hier klicken.

Herrnhuter Losung

Alles, was der HERR gesagt hat, wollen wir tun und darauf hören. (2.Mose 24,7)
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Lutherbibel, revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe © 1999 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

 

 

 

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