Liebe Spenderinnen, liebe Spender, liebe Freunde!

 

Das Jahr 2018 ist vergangen und ich bedanke mich bei Ihnen Allen, die in vielfältiger Weise die Arbeit des Georgienprojektes unterstützt haben.

 

 

Liebe Spenderinnen, liebe Spender, liebe Freunde!

 

Wieder ist ein ereignisreiches Jahr vergangen und ich bedanke mich bei Ihnen Allen, die in vielfältiger Weise die Arbeit des Georgienprojektes unterstützt haben. Mit diesem Bericht möchte ich Sie an dieser Arbeit in Georgien teilnehmen lassen.

 

Dieses Jahr stand die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit orthopädischen Hilfsmitteln im Fokus. Im Mai besuchten unser Rehatechniker Herr Stirl und ich bekannte und neugenannte behinderte Kinder und Jugendliche und deren Familien zu Hause. Dabei kontrollierten wir die Rollstühle, Rehawagen, Therapieräder usw. auf Funktionstüchtigkeit und Größe. So ergab sich eine lange Bedarfsliste, die bis zum Herbst von Herrn Stirl und seinen Mitarbeitern von Sanisax in vielen ehrenamtlichen Stunden abgearbeitet werden mussten. An alle Beteiligten ein großes Dankeschön! Leider konnten nicht alle Wünsche erfüllt werden, so stand für zwei Jugendliche kein Therapierad in der entsprechenden Größe zur Verfügung. Dankenswerterweise erfolgte der Transport von 24 unterschiedlichen Hilfsmitteln und Ersatzteilen mit Unterstützung durch BMZ-ENGAGEMENT GLOBAL. Bei der Übergabe in Tblisi gab es ein Problem. Doch mit starkem Engagement unserer georgischen Partner gelang es innerhalb kurzer Zeit alle Hilfsmittel aus dem Zoll zu bekommen und den Kindern und Jugendliche in Lagodechi zu übergeben. Katja, der das Gehen sehr schwer fällt und die den Weg zur Schule nur mit Mühe bewältigt, erhielt ein Therapierad. Sie blickte zur Seite und sagte: „Mama, ich freu mich sooo!“ Dabei dient das Rad nicht nur dem Muskeltraining der Beine und der Gleichgewichtsschulung, sondern bietet ihr auch mehr Freiheiten und macht Spaß. Das erlebten auch die jüngeren Kinder. Mit Freude war zu sehen, wie Tasso in seinem neuen Rehawagen erst staunt, dann sicher sitzt und seine Umgebung in Augenhöhe wahrnimmt. Auch Aliew, der querschnittsgelähmte Junge, war sehr glücklich. Als er in seinem neuen Rollstuhl saß, fasste er gleich mit den Händen an die Greifräder und fuhr los. Durch den neuen Rehawagen kann auch die Mutter von Nikolaus ihren Sohn endlich wieder an die frische Luft bringen. Oder Georgie, der mit seinem neuen großen Therapierad wieder mit seinen Freunden auf der Straße „flitzen“ kann. Durch die Hilfsmittel kann so viel Lebensqualität gewonnen und der Alltag der Familien mit behinderten Kindern erleichtert werden.

 

Im Mai und im September 2018 fand jeweils eine einwöchige Mütter-Kind-Woche in Kwareli statt. Beide wurden selbständig von unserem georgischen Team organisiert, vorbereitet und durchgeführt. Sie haben es bestens gemeistert, obgleich vielfältige familiäre Belastungen sie in Anspruch genommen haben. Im Laufe der Jahre hat sich eine enge Gemeinschaft unter den Teilnehmern der Mütter-Kinder-Seminare herausgebildet, die aber auch Neue offen und herzlich begegnen. Man nimmt teil an den Problemen des Anderen, informiert sich gegenseitig und unterstützt sich – auch außerhalb der Mütter-Kinder-Woche. Ganz wichtig, das Wissen im Umgang mit Menschen mit Behinderung ist gewachsen. Es können aus eigener Erfahrung und Erkenntnissen wichtige Hinweise in der Muttersprache weitergegeben werden, ohne dass wir nötig sind. Für uns als Initiative „Menschen in Not“ ist dies ein Erfolg.

 

Leider fehlen auch Georgien Fachkräfte! Dies betrifft auch die Arbeit mit Behinderten. Es werden zwar seit ca. 3 Jahren Ergotherapeutinnen ausgebildet und es gibt die ersten Absolventinnen (etwa 10 Frauen), diese suchen und finden aber eine Anstellung in Tblisi oder gründen eine eigene Familie. Sie können daher die Arbeit mit behinderten Kindern in Kwareli nicht unterstützen. Die Seminarleiterin für Ergotherapie an der Universität in Tblisi sagte: „Ich kann bei meinen Studentinnen nur für ein Praktikum werben, wenn eine Fachkraft sie vor Ort anleiten wird.“

 

 Die beiden Wochen wurden auch in diesem Jahr durch die Übernahme der Verpflegungskosten der Teilnehmer durch Kommune Lagodechi finanziell unterstützt. Die Mütter-Kinder Woche im Mai wurde über die Sparbriefaktion der LKG Sachsen/ Dresden finanziert, die zweite Woche durch Ihre Spenden. Wir, sowie die Teilnehmer der Mütter-Kinder-Woche danken beiden Einrichtungen und den vielen Spendern  für ihre Unterstützung! Wir könnten damit Arbeitsmaterialien für Keramikarbeiten mit den Mütter,  sowie Therapie-und Bastelmaterial für die Kinder für ein Theateraufführung besorgen.

 

Dem Kinderzentrum von Lagodechi konnten wir im Herbst einen Duschstuhl und eine Duschliege übergeben. Somit ist der Sanitärraum dank Ihrer aller Spenden nun funktionstüchtig und vollständig rollstuhlgerecht eingerichtet. Wir erlebten im Kinderzentrum eine fröhliche Kindergruppe, die von engagierten Mitarbeitern am Nachmittag nach der Schule betreut wird. Die Kinder, im Alter von 6 bis 18 Jahren mit unterschiedlichen Handikaps, werden nach dem Unterricht mit einem 24–Transitbus aus der Schule abgeholt, zum Kinderzentrum gebracht und am späten Nachmittage nach Hause gefahren. Für Kinder mit einem Rollstuhl ist es jedoch augenblicklich schwierig. Sie müssen von Angehörigen selbst zur Schule und zum Kinderzentrum gebracht und abgeholt werden. Wenn dies nicht möglich ist, können sie das Schul- und Betreuungsangebot nicht wahrnehmen. Wir haben mit den Verantwortlichen des Zentrums gesprochen und unsere Unterstützung für den Einbau von Befestigungsschienen und Haltevorrichtungen für Rollstühle zugesagt. Die Beschaffung und Unterhaltung eines Fahrzeugs liegt aber in den Händen der Georgier.

 

Auch im nächsten Jahr sind zwei Mütter-Kinder –Wochen in Kwareli geplant. Wir sind sehr dankbar, dass wir nun schon seit vielen Jahren Gäste im „Martin Luther Haus“ in Kwareli sein dürfen. Wir, die Mütter und ihrer behinderten Kinder fühlen uns dort sehr wohl.

 

Zu all unseren Vorhaben in Georgien bitte ich Sie um Ihre Unterstützung. Auch wer keine finanziellen Möglichkeiten hat, kann in Gedanken bei uns sein. Ich, die georgischen und deutschen Mitarbeiter, die Kinder und Jugendlichen mit Behinderung und ihre Familien sind Ihnen sehr dankbar für jede Hilfe!

 

Ev.-Luth. Kirchgemeinde

Waldkirchen-Irfersgrün

Hauptsraße 124

08485 Waldkirchen-Lengenfeld

 

Tel. +49 (0)37606 25 33

Fax.  +49 (0)37606 34 300